Cane Corso Quelle: www.canecorsoworld.de

Rasseinformation

Glaubt man den Darstellungen der Historiker, hat der Cane Corso seine Wurzeln in der Antike.
Sein direkter Vorfahre ist der "Canis Pugnacis", der alte römische Molosser, aus dem wahrscheinlich die Rassen Mastino Napoletano und Cane Corso hervorgegangen sind. Eingesetzt wurde er bei der Jagd auf wilde Tiere und als Kriegsgefährte. Der mittelalterliche Saupacker war besonders bei der Wildschweinjagd geschätzt.
Später war er Beschützer von Besitz, Vieh und Mensch. Das Viehtreiben war eine seiner wichtigsten Aufgaben.
Zahlreiche Abbildungen und historische Schriften bestätigten, dass diese Rasse in der Vergangenheit in ganz Italien verbreitet war. In jüngster Vergangenheit hat man sich besonders im Süden Italiens um die Erhaltung dieser alten Rasse bemüht.
Gegenwärtig kann man davon ausgehen, dass mit der FCI - Anerkennung von 1996 der Cane Corso auf einem guten Fundament steht. Betrachtet man
diese Rasse aber genauer, stellt man fest, dass die kurze Zeit von 20 Jahren Zucht das Erscheinungsbild geprägt hat. Zu viele unterschiedliche Typen, Größen und Charaktere bestimmen das Bild. Mit jährlich etwa 2500 Welpeneintragungen in Italien erlebt die Rasse gegenwärtig einen Boom. Massenzucht und schlechte Haltung sind in Italien leider genauso verbreitet
wie in anderen Ländern.
In Sachen HD-Kontrolle befindet man sich in Italien noch am Anfang. Deshalb ist es dort auch sehr schwierig, unvorbereitet einen guten und gesunden Cane Corso zu erwerben. Natürlich gibt es auch seriöse Züchter mit guten und auf
HD kontrollierten Hunden, nur ist es als Ausländer sehr schwierig, aus diesen Zuchten einen Welpen aussuchen zu dürfen.
Die internationale Verbreitung der Rasse begann Anfang bis Mitte der 90-iger Jahre, wobei die ersten Hunde nach Amerika, in den ehemaligen Ostblock
und nach Deutschland kamen. In weiten Teilen der USA ist der Cane Corso unterdessen zu finden. Leider hat man das Erscheinungsbild dieser Rasse
dort so verändert, dass man ihn mit Hunden aus Italien nicht mehr vergleichen kann. (bis 70 kg Gewicht sind keine Seltenheit)
In den europäischen Ländern außerhalb Italiens ist die Zuchtbasis klein, und man züchtet größtenteils mit Importhunden. Was aber ist der Cane Corso gegenwärtig für ein Hund?
Im Süden Italiens hütet er sehr oft noch Rinder und Schafe. Er wird aber auch als Schutz- und Wachhund sowie als Polizeihund eingesetzt. Das ist aber eher die Ausnahme, denn die meisten Cane Corso sind Begleithunde und erfreuen den Besitzer in der Freizeit.
Die imposante Erscheinung, sein angenehmes Wesen und seine ÊKinderfreundlichkeit haben den familienbezogenen Hund in Italien viele Liebhaber finden lassen. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend, besitzt
aber eine hohe Reizschwelle. Mit anderen Hunden hat er kaum Probleme,
wenn er im Welpenalter den Umgang mit anderen Hunden gelernt hat. Auf die Prägung und Sozialisierung des Welpen ist wie bei allen großen Hunderassen in den ersten 14 Wochen besonders Wert zu legen. Er ist ein intelligenter und bewegungsfreudiger Hund, der oft in seinem Bewegungsdrang gebremst werden muss. Besonders beim Spielen kann man sein Temperament erleben. Das Zentrum einer Großstadt ist für einen Cane Corso ebenso ungeeignet
wie die Haltung in einer kleinen Wohnung.
Der Familienanschluss sowie die Tuchfühlung mit seinem Rudel sind führ seine Ausgeglichenheit unentbehrlich. Er bedarf einer konsequenten Erziehung, die aber auf keinen Fall mit harter Hand erfolgen darf. Bei Hektik und Geschrei schaltet er auf Durchgang. Bei falscher Behandlung reagiert er genauso sensibel wie andere Molosser.
Was die Gesundheit betrifft, kann man der Rasse eine gewisse Robustheit bescheinigen. Sie hat keine lose Haut, festes Bindegewebe und kaum Hängelefzen. Trotzdem ist sie nicht frei von gesundheitlichen Risiken. Gelenke und Augenlieder machen Ihr mitunter genauso zu schaffen wie anderen Molossern. Abschließend möchte ich sagen, dass der Cane Corso ein angenehmer Familienhund ist, dem sicher auch in Deutschland die Zukunft gehört.

 

Cane Corso