Fila Brasileiro

Wie man aus dem Namen heraushört, kommt die Rasse aus Brasilien. Sie bildete sich aus den aus Europa eingeführten großrahmigen doggenartigen Hunden der portugiesischen Eroberer - Konquistadoren - und den einheimischen Hunden. Sein Wach- und Schutztrieb, aber auch seine Jagdleidenschaft wurden, so nimmt man an, durch Einkreuzen von Mastiff und Bloodhound erreicht. Die brasilianischen Großgrundbesitzer machten sich die absolute Zuverlässigkeit, Treue und Wachsamkeit des Fila Brasileiro schnell zunutze. Auf den Farmen bewachten sie das Vieh, schreckten Diebe ab und zur Jagd waren sie ebenso zu gebrauchen.

1955 brachte Herzog Albrecht von Bayern einen ersten Rüden nach Deutschland, später kam noch eine Hündin dazu. Langsam verbreitete sich die Rasse in Deutschland.

Zucht:
Seit 1946 ist die Rasse in der FCI anerkannt. Es wurde auch erst zu dieser Zeit ein Standard erarbeitet, den die Züchter in aller Welt versuchen zu erreichen. Die Zeit bis heute ist immer noch zu kurz dafür!!

Gesundheit:
Die Züchter kämpfen gegen Bänderschwäche, Magendrehung und HD an.
Lebenserwartung 10 - 15 Jahre.

Wesen:
Temperamentvoll, willensstark soll er sein. Sein angeborener Argwohn Fremden gegenüber ist von je her bekannt. Hängt aber immer fest an seinem Herrn und seiner Familie und den Kindern. Er hat starkes Selbstvertrauen, zeigt niemals Ängstlichkeit, freut sich auf außergewöhnliche Geräusche wie Feuerwerk oder plötzliche Schußgeräusche (bei Jagdgeschehen). Dort ist etwas los, dort ist Aufmerksamkeit gefordert! Die frühzeitige Gewöhnung an viele wechselnde Lebenssituationen, fremde Personen, starker Straßenverkehr, Jogger, Pferde, Bahnhöfe bei Nacht, viele andere Hunde (Welpenspielgruppe usw.), sonstige Tiere, die schon im Haushalt leben, wie Katzen, Vögel und auch Tiere auf den Bauernhöfen oder Reitgestüten, tut ihm in seiner Persönlichkeitsentwicklung sehr gut. Eine Rasse, die im ersten Lebensjahr etwas mehr Arbeit macht. Hat der Besitzer das investiert, hat man später einen Hund, mit dem man wirklich alles machen kann, der mit jeder Situation allein fertig wird. Wer für seinen Fila nicht diese Zeit aufbringen kann, oder ihn gar ständig alleine läßt (Zwingerhaltung wird rigoros abgelehnt) muß damit rechnen, daß der Hund vereinsamt. Mittelfristig werden sich am Tier Verhaltensstörungen zeigen. Die Liebe, die ein Fila seiner Familie gibt, benötigt er auch von ihr zurück. Außenstehende, die nichts über diese Rasse wissen, sind immer wieder erstaunt, über die große Zärtlichkeit und Liebe, die dieser große Hund durch Anschmeicheln, möglichst Sitzen auf dem Schoß (bis 70 kg), von sich gibt. Vielleicht deshalb sind die meisten Hunde in Frauenhand. Seine Erziehung ist relativ einfach, wenn man beachtet, daß man auch einem noch so niedlichen Welpen beibringen muß, daß auch er zu gehorchen hat. Schlagen sollte man die Hunde niemals. Einschlägige Hundeerziehungsbüchern sollte gefolgt werden. Ungerechte Behandlung mag die Rasse überhaupt nicht. Erhebt sich dennoch nicht gegen seinen Herrn. Durch die starke Anhänglichkeit - und auch Folgsamkeit - gegenüber seinem Herrn, sollte jeder Besitzer seinen Fila immer selbst erziehen und dieses nicht einem Hundeausbilder überlassen. Der Erfolg wird sonst ausbleiben. Für den Hundesport ist der Fila Brasileiro nur bedingt geeignet. Die Unterordnung bis hin zur Begleithundeprüfung ist anzustreben. Allerdings benötigt er etwas mehr Zeit gegenüber den anderen dort geführten Gebrauchshunderassen. Was er dann allerdings gelernt hat, behält er für alle Zeit. Schutzdienst lehnen wir für alle Molosser ab. Die Schutzinstinkte gegenüber wirklicher, körperlicher Gefahr sind genügend ausgebildet. Der Fila erkennt auch, daß es sich auf dem Hundeplatz nur um Scheinangriffe handelt, die ihn schnell langweilen, zumal er auch meistens den Figuranten sehr gut kennt und ihn niemals angreifen würde, auch nicht zum Spaß.

Aussehen:
Der Fila ist ein harmonisch aussehender Hund. Seine Bewegungen sollen katzenhaft sein. Durch seinen typischen Paßgang macht der Körper schlingernde, rollende Bewegungen. Im Galopp kann er kurzzeitig sehr große Geschwindigkeiten erreichen, wobei er durch seine Wendigkeit blitzschnell die Richtung ändern kann. Der Gesichtsausdruck ist nie gelangweilt, die Augen sind immer bei der Sache. Die Knochen sind stets kraftvoll. Die lose Haut, die besonders von den mandelförmigen Augen nach unten eine Falte bildet und am Hals eine Wamme formt. Die Rückenlinie steigt nach dem Widerrist leicht an.
Farbschläge: hellgelbgestromt, dunkelgestromt, nur gelb, gelb mit schwarzer Pigmentierung am Fang und an den Augen, champagnerfarben. Weiße Abzeichen an Brust und Pfoten (Schwanzspitze) sind erlaubt, mehr weiß ist unerwünscht.
Größe des Rüden: ca. 65 - 75 cm; 60 - 70 kg
Größe der Hündin: ca. mind. 50 cm; mind. 40 kg

Haltung:
Der Hund kann nicht in einer Stadtwohnung gehalten werden. Ein mindestens mittelgroßer Garten ist ein Muß. Dieser Garten muß so eingezäunt sein, daß der Hund nicht über den Zaun springen könnte. Spaziergänge müssen täglich möglich sein, dann ist der Fila Brasileiro ein ruhiger und zufriedener Hund.
 

 

Mehr über Filas:
www.filatlankennel.com



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