Mastiff
(Ursprungsland England)

 

Der Mastiff ist groß, massiv, kraftvoll, und dabei harmonisch. Eine Kombination aus Gutmütigkeit, Erhabenheit und Mut. Beim Mastiff handelt es sich um eine uralte Rasse, die schon in Überlieferungen der Römer, Kelten, Angelsachsen und Normannen Erwähnung fand. Während vor langer Zeit der Mastiff noch als Kriegshund, zuerst gegen die Römer, später u.a. gegen Sachsen und Franzosen, geführt wurde, ist Ihm heute ein weit friedvolleres Dasein beschieden. Aber auch heute versteht er es durchaus noch, seinen Eigentümer und dessen Besitz zu verteidigen.

Standard
Der Kopf soll, aus jeder Richtung betrachtet, quadratisch erscheinen. Breite ist sehr erwünscht; diese soll im Verhältnis zur Gesamtlänge des Schädels 2:3 betragen. Der Körper ist massiv, breit, tief, lang und kraftvoll gebaut und steht auf weit auseinandergestellten, geraden Läufen. Die Muskeln sollen sich klar und plastisch abzeichnen. Größe ist sehr erwünscht, wenn sie mit Qualität verbunden ist. Wichtig ist, daß Höhe und Substanz im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Seinem Besitzer gegenüber ist sein Wesen von liebevoller Gelassenheit, jederzeit aber fähig diesen auch zu verteidigen.
Der Kopf ist breit zwischen den Ohren, die Stirn glatt, wirft aber Falten wenn die Aufmerksamkeit des Hundes erregt wird. Brauen leicht hochgezogen, Backenmuskulatur gut entwickelt. Schädel leicht gerundet mit einer ,von der Mitte der Stirn, abwärts verlaufenden Furche zwischen den Augen. Der Fang ist kurz und breit unter den Augen, sich bis zur Nasenspitze kaum verjüngend, stumpf und mit einem Abschluß, der mit dem Nasenrücken einen rechten Winkel bildet. Zwischen Nasenrücken und Unterkiefer ist viel Tiefe erwünscht. Im Profil betrachtet ist die Nase gerade. Breiter Unterkiefer. Lefzen im stumpfen Winkel leicht hängend, so daß sie im Profil quadratisch erscheinen. Fanglänge im Verhältnis zur Gesamtschädellänge 1:3. Umfangverhältnis des Fanges zum Kopf 3:5.

Die Augen sind klein, weit auseinanderstehend. Stop deutlich markiert. Die Augenfarbe ist haselnußbraun, je dunkler desto besser. Die Ohren sind klein, dünn und an der höchsten Stelle des Schädels angesetzt; sie liegen flach an den Wangen an.
Die Zähne sind stark, gesund und weit auseinandergestellt. Entweder Zangengebiß, oder Vorbiß. Keine bevorzugte Zahnstellung. Beim Vorbiß sollten bei geschlossenem Fang die Zähne nicht zu sehen sein.
Der Hals ist kräftig und mäßig lang. Schulter und Oberarm liegen leicht schräg. Die vorderen Läufe sind gerade und breitgestellt. Die Ellenbogen liegen parallel zum Körper. Breite, tiefgesenkte Brust, mit gut gewölbten und gerundeten Rippen. Der Brustumfang sollte 2 mehr als die Schulterhöhe betragen. Rücken-, und Lendenpartie breit und gut bemuskelt. Große Flankentiefe ist erwünscht. Die Hinterhand hat gut entwickelte Unterschenkel; die Sprunggelenke sind kräftig; die Hinterläufe sind gerade und breit gestellt.
Die starken Pfoten sind rund, geschlossen und zeigen schwarze Krallen. Die hochangesetzte Rute sollte bis, oder ein wenig über das Sprunggelenk hinaus reichen und wird hängend getragen und bei Erregung erhoben.
Der Gang ist kraftvoll und raumgreifend. Das Haar ist kurz und anliegend, nicht zu fein an Schultern, Hals und Rücken.
Erlaubte Farben sind apricot, silber, falb und dunkelgestromt. Die Maske soll gut schwarz pigmentiert sein, und die Ohren sind immer dunkler als das übrige Fell.
Der Standard sagt mit Absicht nichts über Gewicht und Größe aus. Es sollte eben die maximale Substanz im richtigen Verhältnis zur vorgegebenen Größe stehen.

Eigenschaften
Ruhig, liebevoll seinen Menschen gegenüber. Gelassen, freundlich, belastbar mit hoher Reizschwelle, aber immer in der Lage Familie und Besitz zu schützen. Unproblematisch gegenüber Artgenossen. Schützt meistens schon durch seine Präsenz. Wenn auch mitunter dickköpfig, so doch sehr gelehrig. Begleithundeprüfung wird empfohlen, jedoch kein Schutzdienst.
Trotz Größe und Masse ein sehr beweglicher Hund, der seine Spaziergänge liebt.

Lebenserwartung ca. 10 – 12 Jahre. Kaum Hüftgelenksdysplasie, aber mitunter Neigung zu Bänderschwächen und auch zu Magendrehungen.

 

Mastiff