Bild:
Rottweilerhündin

Yette von der Gruberheide
WT: 23.10.1999

Halter:
Gabriele Tenscher

 

 

Neues VGH-Urteil für Rottweiler, die den Wesenstest bestanden haben,
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Quelle: Allgemeiner Rottweiler-Klub (ADRK) e.V.  Homepage

Alles über den Rottweiler

Historisches

Unser Rottweiler

Der Wolf mit all seinen Erscheinungsformen ist als Stammvater aller Haushunde anzusehen.
Dabei ist es kaum vorstellbar, daß der kleine Chihuahua und der mächtige Mastiff den gleichen Uhrahn haben. Denken wir jedoch daran, was allein in den letzten ca. 100 Jahren an Vielfalt unter den Hunden in der Rassehundezucht entstanden ist, fällt uns die Vorstellung von großen und kleinen Hunden, die alle aus dem Wolf als Ur-Vater stammen sollen,
leichter.

Man geht heute davon aus, daß Mensch und Hund seit ca. 15000 Jahren zusammenleben. Über die Herkunft des Rottweilers bestehen die verschiedensten Ansichten.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die besondere Eignung des Rottweilers in dem Treiben von Vieh bestand und offensichtlich diese Tätigkeit in der zurückliegenden Zeit hauptsächlich ausgeführt wurde, sind die Urahnen unsere Rottweiler in den damaligen römischen Legionen zu finden.
Die Römer setzten Hunde als Herden und Treibhunde ein.
Diese Hunde beschützten die Menschen und das Vieh. Noch heute kann man den Verlauf der alten römischen Heerstraßen, wovon eine dieser Straßen über die Alpen in die Richtung des Bodensees führte, nachvollziehen, da das Straßennetz des römischen Weltreichs sehr eingehend erforscht ist. Nun, man gelangte in das Gebiet der heutigen
Stadt Rottweil, der Stadt also, die unserem Hund den Namen gab.

Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die römischen Hunde mit bodenständigen Hirtenhunden verschiedener Arten gepaart. Im Verlauf von mehreren Jahrzehnten wurden diese Hunde auf Lebenstüchtigkeit, Intelligenz, Ausdauer und Treibeigenschaften gezüchtet. Sie wurden somit unentbehrliche Helfer der Viehhändler und Metzger. Wie schon erwähnt,
war dieser Hund am häufigsten in und um die damalige Reichsstadt
Rottweil verbreitet und so erhielt er im Mittelalter den Namen Rottweiler.

Wenn die Hunde in Rottweil in so hoher Wertschätzung standen, so hatte dies wohl vor allen seinen Grund darin, daß sie sich vielfach als Hüte- und Treibhunde bewährten.

Rottweil war im 19. Jahrhundert ein ausgesprochenes Viehhandels-Zentrum, von wo Rinder und Schafe vor allem in den Breisgau, ins Elsaß und ins Neckartal getrieben wurden.
Bei solchen Herdenzügen benötigte man zu Zeiten, wo es Räuber oder Wölfe gab und weite Landstriche kaum besiedelt waren, kräftige, ausdauernde, ruhige und kluge Hunde.
Ein richtiger Metzger aus Rottweil und Umgebung hatte gewöhnlich gleich mehrere Rottweiler, denn in den Händen der Metzger lag der Viehhandel hauptsächlich.

Nun, im Laufe der Zeit wurde das Vieh durch Aufkommen der Eisenbahn und anderer Fahrzeuge auf andere Art transportiert und der Rottweiler seiner damals so nützlichen Aufgabe entledigt.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnerte man sich an die hervorragenden Charaktereigenschaften des Rottweilers. Der hohe Gebrauchswert dieser Rasse wurde im Polizeidienst erprobt,
und im Jahre 1910 wurde der Rottweiler als Polizeihunderasse anerkannt.

Damals wie heute ist der Mensch von dieser Hunderasse fasziniert. Seine Treue sowie Fleiß, Führigkeit und Gelassenheit stellen den Gebrauchswert dieser Hunderasse unter Beweis.

Auch als Familienhund ist der Rottweiler bei fachgerechter Zucht und Aufzucht sowie Sozialisierung innerhalb der Familie ein verläßlicher und treuer Freund. Wie beim Menschen beginnt auch beim Hund die Erziehung und Sozialisierung beim Kind beziehungsweise Welpen. Jeder Rottweiler im Welpenalter ist bereit zu lernen, sich ein- und unterzuordnen, sich also seinem Rudel anzupassen.
Er wird also vielfach von seiner Umwelt geprägt. Eine richtige Erziehung führt zu Freundschaft.
Falsche, lieblose Dressur wird den Hund und somit das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund für immer verderben. Der Mensch ist also in erster Linie dafür verantwortlich, was aus unserem Rottweiler wird!

Dieses betrifft Zucht, Ausbildung, Gesundheit und Zusammenleben!

Für den Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klub e.V. als alleiniger für den Rottweiler
anerkannter Zuchtverband im Verband für das Deutsche Hundewesen, verdeutlichen mehr als 90 Jahre Zuchtüberwachung, Kompetenz und Verpflichtung zugleich, diese Deutsche Hunderasse und
Kulturgut Rottweiler zu erhalten und zu verbessern. Durch strengste Zuchtauswahl,
die wir immer wieder den neuen Herausforderungen und Umwelteinflüssen anpassen,
versucht der ADRK e.V. die Qualität unseres Rottweilers weiter zu verbessern.
Oberstes Ziel unserer Zucht muß die Gesundheit unseres Hundes sein. Ausdruck der Gesundheit
sind die psychische und physische Belastbarkeit unserer Hunde.

Das Zuchtziel heißt mehr denn je "der gesunde und im Verhalten selbstsichere und freundliche
Gebrauchs- und Familienhund, verbunden mit bester Form und Leistung".

Zu jeder Zeit hat der Rottweiler die Menschen fasziniert, ich hoffe daß der Rottweiler
weitere Freunde gewinnt und die bestehenden Liebhaber unserer Rasse neu begeistert werden.

Zum Wohle unseres Hundes sowie der Rottweiler-Familie in der ganzen Welt.

 

Rottweiler